vorgestern hab ich den Ausspruch eines McKinsey-Managers gelesen*, dass die öffentlich-rechtlichen TV-Sender in ein paar Jahren eh der Vergangenheit angehören, und heute berichtet der Standard von der ORF-Klausur, dass man herausfinden will, wie viele Menschen sich eigentlich für Kultur, Sport, Religion, Information und dergleichen interessieren. ORF-General Alexander Wrabetz spricht von einem “modernen Qualitätssicherungssystem”, sprich: Bildungsauftrag ade, jetzt wird Quote gemacht (wie weiland unter Gerhard Zeiler?).
* im empfehlenswerten, schrecklichen Buch “beraten & verkauft – der große Bluff der Unternehmensberater” vom SWR-Chefreporter Thomas Leif
Seien wir ehrlich: diesen Bildungsauftrag erfüllt der ORF doch eh schon nicht mehr. Mein Vorschlag: Abschaffung der Gebühren, damit der ORF den gleichen Schrott wie alle anderen senden kann. Die Verantwortlichen werden dann sehr schnell merken, dass die anderen besser sind, wenn es darum geht Schrott zu senden. Die Konsequenz: man muss sich eine Marktnische suchen und da könnte der ORF dann wieder bei Bildung, Kultur, etc. landen.
Kommentar von Christian — September 9, 2007 @ 9:16 Uhr nachmittags